Artenhilfsprojekt für die Arnika (Arnica montana)

„Maßnahmen zur Stützung und Förderung des Bestandes der Arnika im Naturpark Steinwald“

Die Arnika , auch im Volksmund als Berg-Wohlverleih bekannt, ist eine Charakterart der submontanen Borstgras-Rasen (saure, magere Wiesen) im Naturpark Steinwald.

Die geologischen und klimatischen Verhältnisse hier in der nördlichen Oberpfalz erfüllen in vieler Hinsicht die Voraussetzung für typische Arnika-Standorte. Ist sie vor einigen Jahrzehnten noch massenhaft aufgetreten und wurde von der Bevölkerung als Heilpflanze gesammelt, so sind heute viele ihrer Standorte auch im Steinwald in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verloren gegangen. Die noch verbliebenen Vorkommen sind meist nur noch kleinflächig oder in Rand- oder Saumstrukturen zu finden. Nach der Roten Liste der gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen ist die Arnika in großen Teilen des Verbreitungsgebietes mit der Kategorie 3 als gefährdete Art eingestuft und damit naturschutzrechtlich geschützt.

Hauptrückgangursache ist der Lebensraumverlust durch

  • Nutzungsintensivierungen mit Düngung
  • Aufforstungen mit Lichtverlust
  • sowie teilweise fehlende Beweidung.

Über Landschaftspflegemaßnahmen konnte ein Teil dieser Reststandorte durch eine jährliche Mahd bis heute offen gehalten werden. Dennoch musste in den zurückliegenden fünfzehn Jahren beobachtet werden, dass die Bestände der Arnika weiterhin abnahmen. Eine mögliche Ursache liegt u.a. in der fehlenden Beweidung, die der Art ursprünglich zu ihrer Ausbreitung (verdrängt Futterpflanzen aufgrund ihrer teilweise dicht am Boden liegenden Rosetten und ist deshalb ein Weideunkraut) verhalf. Neben der bei der Mahd fehlenden selektiven Wirkung der Beweidung, dürften aber auch die durch den Viehtritt entstehenden Bodenverwundungen (Keimbetten) eine Rolle spielen.

Das Projekt: Im Jahre 2009 wurde begonnen, alle im Naturparkgebiet verbliebenen Standorte der Arnika systematisch zu erfassen. Da die Wiedereinführung der Beweidung auf den oft kleinen und teils abgelegenen Standorten über die Landschaftspflege nicht förderfähig und über das Vertrags-Naturschutzprogramm nicht Kosten deckend ist, führt der Naturpark in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden gezielte „manuelle“ Maßnahmen durch, um den Bestand zu stützen und zu stärken

Unseren Flyer zum Projekt finden Sie hier

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