Artenhilfsprojekt für die Kreuzotter (Vipera berus)

Die Kreuzotter ist die einzige in der Region beheimatete Giftschlange. Ihr schmerz-hafter Biss ist zwar nicht harmlos, aber auch nicht tödlich.
Sie dient als wichtige Leitart für Wald-Offenland-Komplexe mit einem hohen Anteil an lichten nährstoffarmen Standorten und an Feuchtgebieten (Amphibien sind eine wichtige Nahrungsgrundlage). Für den Steinwald steht die Kreuzotter stellvertretend für die artenreiche Lebensgemeinschaft auf Borstgrasen, an Hecken, Ranken, Rainen und kurzrasigen Waldrändern und auf Waldwiesen. Auch für lichte Waldbereiche mit einem hohen Anteil an Zwergsträuchern ist sie typisch. Gerade das Zusammenwirken zwischen extensiv genutzter traditioneller Kulturlandschaft und Waldlebensräumen stellt im Steinwald einen Faktor dar, der das Überleben von individuenreichen Beständen gesichert hat.
Noch vor 30 Jahren war die Kreuzotter weit verbreitet und kam häufig vor. Heute wird sie sowohl in Bayern als auch in Deutschland auf der Roten Liste - Kategorie 2 - als "stark gefährdet" geführt. Auch im Steinwald befindet sie sich auf dem Rückzug.

Hauptrückgangursache ist der Verlust des Lebensraumes durch

  • Verlust von Waldrändern
  • die Intensivierung der Landwirtschaft
  • die Entwässerung von Feuchtwiesen und Mooren.

Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz führt derzeit ein "Artenhilfsprogramm Kreuzotter in Bayern" durch, in dem exemplarisch Maßnahmenvorschläge in Nordbayern erarbeitet wurden. Eine weitere Umsetzung des Programmes durch Naturparke und Landschaftspflegeverbände wird vom Landesamt gewünscht.

Das Projekt: In Anlehnung an das Artenhilfsprogramm des Landesamtes initiierte der Naturpark Steinwald e.V. im Jahr 2009 das Artenhilfsprojekt "Kreuzotter im Steinwald", in dem die aktuellen Lebensräume der Kreuzotter erfasst und bewertet werden sollen und, darauf basierend ein Maßnahmenkonzept erarbeitet wird. Die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen soll zum größten Teil über den Landschaftspflegeverband Tirschenreuth abgewickelt werden.

Unseren Flyer zum Projekt finden Sie hier

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13.03.2018

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