Artenvielfalt rund um die Glasschleif

Eine Exkursion mit dem Thema "Artenvielfalt - Schwerpunkt Insekten an der Glasschleif" bot der Naturpark Steinwald an. Ausgangspunkt war trotz gewitterträchtigen Wetters die Glasschleif. Der Biologe Dr. Wolfgang Völkl aus Speichersdorf, der für den Naturpark Steinwald verschiedene Projekte betreut, führte die interessierten Zuschauer über die Magerwiese bei der Glasschleif.

Geplagt von Mückenschwärmen erklärte Völkl, dass man sich über die vielen Insekten eigentlich freuen sollte, seien sie doch ein Barometer für eine saubere Umwelt. Im Verlauf der Wanderung lernten die Zuhörer, dass es eine gewisse gegenseitige Abhängigkeit zwischen Pflanzen und Insektenarten gibt. Als Beispiel nannte der Referent die verschiedenblättrige Kratzdistel, die rund fünf Insektenarten eine Heimat bietet. Vorbei an wildwachsendem Arnika ging es zum Schützweiher. Sehr überrascht waren alle Teilnehmer von einem in einer Baumspalte wohnenden Bienenschwarm. Dabei handelt es sich laut Aussage von Norbert Reger, dem Vorsitzenden der Gesellschaft Steinwaldia und ehemaligen Förster, um eine "alte" Art Bienen, die dichter behaart und friedlich ist.

Der Quellhorizont einer Quelle und verschiedene Gräser, wie die Drahtschmiele wurden erörtert. Feine Blütenstände verschiedener Gräser bilden Lebensraum für Insekten. In einer völlig unerwarteten Umgebung begegneten die Exkursionsteilnehmer auffallenden Biberspuren. Und unter umgedrehten Steinen im Bachlauf entdeckte Wolfgang Völkl Steinfliegenlarven, die vor allem den Forellen als Futter dienen.

Als Gradmesser für die Reinheit des Wassers kann die Existenz von "Schnackenlarven" dienen, denn diese kommen nur in sauberem Wasser vor. Der Höhepunkt der Wanderung, bevor es zurück zur Glasschleif und zur gemütlichen Einkehr ging, war die Sichtung einer jungen, weiblichen Kreuzotter, die sich nach den Regenschauern zum Aufwärmen in die Sonne gelegt hatte.

Text: Claudia Lippert, Bilder Siegfried Steinkohl

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