03. Mai 2010

"Zuschüsse künstlich hinausgezögert"

*Führung des Vereins Naturpark Steinwald kritisiert Bezirksregierung - Neue Projekte* Friedenfels. (rw) Die Arbeit der Vorstandschaft erfolgt rein ehrenamtlich und die Geschäftsstelle in Pfaben kann nur mit einer geringen Aufwandsentschädigung unterhalten werden - dies betonten kürzlich Geschäftsführer Lothar Meister und Vorsitzender Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Naturpark Steinwald. Das Führungsduo kritisierte in diesem Zusammenhang, dass von der Bezirksregierung in Regensburg bereits zugesagte Zuschüsse durch eine Sachbearbeiterin künstlich hinausgezögert würden. "Dies steht in krassem Gegensatz zu den ehrenamtlichen Bemühungen um den Natur- und Artenschutz im Steinwald." Landrat Wolfgang Lippert versicherte, dass er diese Angelegenheit in Regensburg klären werde. Laut Meister konnten trotz der knappen Mittel immerhin einige Wünsche und erforderliche Maßnahmen durchgeführt werden. Für das Projekt "Flussperlmuschel im Steinwald" würden jährlich 15 000 bis 20 000 Euro benötigt. Bisher sei diese Arbeit mit Zuschüssen in Höhe von 80 Prozent gefördert worden. Das Flussperlmuschel-Projekt werde auch von den Bayerischen Staatsforsten großzügig unterstützt, die im Bereich Rosengarten ein Sediment-Fangbecken anlegten. Der Walderlebnispfad in Fuchsmühl sei seit der Eröffnung im August 2007 ein Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen. Durch das Besucherlenkungskonzept mit dem "Wanderparkplatz Weißenstein" in Hohenhard stünden seit zwei Jahren etwa 70 kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Zudem seien in Richtung Weißenstein Informationstafeln mit Hinweisen zu Flora und Geologie aufgestellt worden. Tourismus-Konzept Erneuert habe man im vergangenen Jahr auch die bestehende Amphibienleiteinrichtung bei der Lochermühle. Hier sei der Naturpark von den Mitgliedern des Bund Naturschutz tatkräftig unterstützt worden. Weiter werde das "Artenhilfsprogramm Kreuzotter" des bayerischen Landesamtes für Umweltschutz im Naturpark gefördert. Eine weitere Aufgabe des Naturparks sei die Förderung des Bestandes der Arnika. Meister informierte weiter, dass die Europäische Metropolregion Nürnberg ein Tourismus-Konzept unter der Überschrift "Metropolregion im Grünen" erstelle. Darin sei neben neun weiteren Parks auch der Naturpark Steinwald eingebunden. Zur weiteren Attraktivitätssteigerung sollen die Erneuerung der Besteigungsanlagen für den "Saubadfelsen" und "Reiseneggerfelsen" sowie das Besucherlenkungskonzept bei Pfaben beitragen. Mit den Projekten "Grenzmühle" und "Glasschleife" entstehen laut Meister zwei weitere Informationseinrichtungen im Naturpark Steinwald. In Zusammenarbeit mit dem Besitzer der Grenzmühle, Josef Schmidt, und naturschutzbezogenen Stellen werde ein Pilotprojekt für extensive Beweidung und ökologischen Landbau entstehen. Dazu gehörten ein Schaugehege für Flussperlmuscheln und Angebote der Familie Schmidt zum Thema "Biohof-Ernährung". Zudem sei ein kleiner Gastronomiebetrieb geplant. Fotowettbewerb Anlässlich des 40-jährigen Bestehens schreibt der Naturpark Steinwald einen Fotowettbewerb aus. Dabei können alte und neue Bilder aus allen Jahreszeiten eingesandt werden (Format 20 x 30 Zentimeter, Hochglanz). Pro Bewerber werden maximal drei Fotos angenommen. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2010. Der Hauptpreis ist ein Mountainbike. Lothar Meister und Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg dankten allen Helfern und Unterstützern für ihr Engagement und versicherten, dass auch zukünftig an allen alten Projekten und neuen Ideen weitergearbeitet werde, um die Region rund um den Naturpark Steinwald noch attraktiver zu machen. Den kompletten Tätigkeitsbericht finden Sie hier:

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