05. August 2010

"Der Naturpark ist ein Juwel"

Staatssekretärin Melanie Huml würdigt in der Grenzmühle ehrenamtliches Engagement

Erbendorf/Grenzmühle. (njn) “Der kleinste Naturpark Bayerns kann auf sein 40-jähriges Bestehen zurückblicken und er ist der einzige, der ehrenamtlich geführt wird.” Das sagte der Vorsitzende des Naturparks Steinwald, Eberhard von Gemmingen-Hornberg, beim Besuch von Staatssekretärin Melanie Huml in der Grenzmühle. Sie bereiste anlässlich des Jubiläums den Steinwald.
“Die Mitglieder des Naturparks sind mit Herzblut bei der Sache”, lobte Landrat Wolfgang Lippert. “Ihre Bereitschaft, sich der Naturparkidee ausschließlich ehrenamtlich zu widmen, kann nicht genug gewürdigt werden”, so die Staatssekretärin.

Nach der Wanderung im Geotop Föhrenbühl und der Besichtigung der renaturierten Teichlandschaft an der Grenzmühle bei Wäldern im Steinwald stand die Einkehr in der Grenzmühle auf dem Programm. Von Gemmingen-Hornberg freute sich über den Besuch der Staatssekretärin: “Ich hoffe, Sie haben bei unserem Exkurs einen kleinen Einblick in unsere Projekte und Arbeit erhalten, denn heute all unsere Projekte vorzustellen, da müssten sie tagelang hier bleiben.”

Er stellte nochmals das Ziel des Naturparks heraus, die einmalige Landschaft des Steinwalds zu schützen, zu pflegen und zu erhalten. “Mit unseren Zielen möchten wir aber eine Verbindung schaffen zu einem naturverträglichen Tourismus und Fremdenverkehr.”

Melanie Huml betonte, dass die landschaftliche Vielfalt im Steinwald und die Naturschönheiten begeistern. “Das sollte uns selbst bewusst sein, denn der Naturpark ist ein Juwel.” In ihrer Rede ging sie auf die Gründung des Naturparks am 12. Februar 1970 und seine Ziele ein. “Die Pflege und den Schutz der Landschaft sowie der heimischen Tier- und Pflanzenwelt haben sich die damaligen Gründer auf die Fahnen geschrieben.” Um dies auch in Zukunft zu gewährleisten, brauche es engagierte Helfer. “Mein herzlichster Dank gilt deshalb den Verantwortlichen und den Mitarbeitern des Naturparks.”

Vielen gilt Dank

Dank sprach sie aber auch dem Landkreis, den Städten und Gemeinden sowie vielen mehr aus, die zur Entwicklung und zum Erfolg des Naturparks beigetragen hätten. “Denn ohne das weitreichende bürgerschaftliche Engagement wäre der Natur- und Artenschutz hier in diesem Umfang nicht möglich.”

Huml legte aber auch Zahlen vor. So seien seit 1970 vom Freistaat Bayern rund 1,1 Millionen Euro in den Naturpark Steinwald geflossen. “Alleine im Jahr 2009 wurden für die 18 bayerischen Naturparke 2,75 Millionen Euro aufgewendet.” Aber letztlich sei es nach ihren Worten der Mitarbeit und Unterstützung der Menschen vor Ort zu verdanken, dass das Prädikat “Naturpark” als Gütesiegel einen so hohen Stellenwert in der Gesamtbevölkerung besitze.

Eine Landschaft mit abwechslungsreicher Natur liege den Menschen sehr am Herzen. Es sollten daher laut Huml die sich daraus ergebenden Chancen für einen sanften Tourismus genutzt werden. Sie sprach auch den Erhalt der Biodiversität an. “So wie der Natur- und Artenschutz sowie die Landschaftspflege hier im Naturpark Steinwald gelingen, kann man hierzu nur gratulieren.”

Landrat Wolfgang Lippert dankte in seinem Grußwort der Staatssekretärin für ihr Kommen. “Sie sind heute bereits zum dritten Mal im Landkreis Tirschenreuth und das zeugt von Ihrem Interesse.” Dass Huml zum 40-Jährigen des Naturparks komme, zeige den Stellenwert des ganzen Naturparks Steinwald. Lippert betonte, dass im Naturparkverein mit sehr viel Liebe und Hingabe gearbeitet werde.

Teil des Tourismusangebots

Er bedankte sich bei ihr für alle vom Freistaat Bayern in den Landkreis diesbezüglich geflossenen Gelder. Das “Medium Naturpark” sei auch ein wichtiger Teil des Tourismusangebotes, das durch die Radlwege, wie den Steinwald-Radlweg, noch bereichert werde. Dem Naturpark wünschte er für die Zukunft viel Erfolg in seiner Arbeit und bei den anstehenden Projekten.

Quelle: Der Neue Tag vom 05.08.2010 Seite 17

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