Naturparke der Umgebung

  
 

Naturparke bewahren und entwickeln Natur und Landschaft mit den Menschen und für die Menschen. Es sind großräumige Landschaften, die überwiegend aus Landschafts- und Naturschutzgebieten bestehen.

In Bayern gibt es 14 Naturparke. Sie sind eine Schutzgebietskategorie nach dem Bundesnaturschutzgesetz und verbinden den Schutz und die Nutzung von Natur und Landschaft. Sie streben eine Balance zwischen intakter Natur, wirtschaftlichem Wohlergehen und guter Lebensqualität an. Sie sind damit Vorbildlandschaften für die Entwicklung ländlicher Regionen.

  
 

Naturpark Fichtelgebirge

Der Naturpark Fichtelgebirge hat die Aufgabe, die vielfältige Kulturlandschaft im Spannungsfeld zwischen bewaldeten Gebieten und landwirtschaftlich genutzten Hochfläche zu erhalten und zu pflegen.
Die bewaldeten Höhen des Fichtelgebirges mit dem Schneeberg (1053m) als höchster Erhebung sind geprägt von tiefen Wäldern mit Mooren und eingesprengten Rodungsinseln. Granit - Felstürme, Blockmeere und das Luisenburg Labyrinth - sind das Wahrzeichen des Fichtelgebirges. Arnika, Bärwurz und Knabenkraut sind einige der seltenen Pflanzen in den Rodungsinseln. Nahrungsgrundlage einer letzten außeralpinen Auerhuhnvorkommens in Bayern sind die Blaubeeren in den Wäldern der Hochlagen. Die Moore mit Spirken und Alpenprachtlibellen, die Blockmeere mit Flechten und Moosen sind Standorte vieler Eiszeitrelikte der Tier- und Pflanzenwelt.
Das innere Fichtelgebirge wird von den naturnahen Flüssen Eger und Röslau einschließlich ihrer Seitengewässer entwässert. Solche Talräume gewinnen immer mehr an Wertschätzung im Naturschutz. Mit Eisvogel, Perlmuschel, Biber und Fischotter stellen Sie Lebensräume überregionaler Bedeutung dar.
Die vielfältige Kulturlandschaft präsentiert sich in den Dörfern, Städten und den umgebenden Fluren mit vielen Kulturlandschaftselementen wie Hohlwegen, Felsenkellern, Hutungsresten und Steinmauern.
Zur Information wurden Naturpark-Infostellen in Grassemann bei Warmensteinach, in Weißenstadt, in Zell und in Arzberg eingerichtet. Der Schausteinbruch Häuselloh zeigt die Technik des Steinbrechens und der anschließenden Bearbeitung. In dem Silbereisenbergwerk in Neubau und dem mittelalterlichen Goldbergwerk in Goldkronach kann man die enge Arbeitswelt unter Tage miterleben.

Weiterführende Links:

Webpräsenz des Naturpark Fichtelgebirge e.V.

Fichtelgebirge.de (Privater Anbieter)

  
 

Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald

Im Nordosten Bayerns, an der Grenze zur tschechischen Republik liegt der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald.
Das Gebiet mit einer Gesamtfläche von rund 138.000 ha umfasst den gesamten Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab, südliche Teile des Landkreises Tirschenreuth und die Stadt Weiden i.d. Oberpfalz.
Harmonisch fügen sich Dörfer und Städte in die gewachsene Mittelgebirgslandschaft ein. In den Tälern finden sich Teiche und Flußauen, deren Lebensgemeinschaften vielerorts besonderen Schutz genießen.
Das Naturpark-Gebiet zeichnet sich durch eine vielgestaltige Landschaft mit großen Waldgebieten aus. Es besteht geologisch gesehen hauptsächlich aus Granit und Gneis, durchbrochen von einigen Quarzadern. Hier wird der Schwerpunkt auf naturverträgliche Erholung und Bewahrung des landschaftlichen Potentials in einem von der erdgeschichtlichen Vergangenheit geprägten Gebiet gesetzt. Eine geologische Besonderheit allemal sind die im Zusammenhang mit dem tertiären Vulkanismus entstandenen Basaltkegel. Mit dem Parkstein, den Kulmen, dem Kühhübel und einigen anderen Erhebungen liegt hier das südlichste Vulkangebiet Bayerns.

Weiterführende Links:

Webpräsenz des Naturparks Nördl. Oberpfälzer Wald

rw – 11.05.2007

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Aktuelles

17.04.2013

Veranstaltungstipp

Veranstaltungstipp

Bergbau in Erbendorf Wie man sich in Erbendorf erklärt, warum es hier zwar viele Bodenschätze gibt, aber von diesen nie sehr viel, und welches die erdgeschichtlichen Hintergründe dafür sind, ist Thema einer Führung am Sonntag, 21. April mit Geoparkrangerin Monika Nickl. Eingehen wird die Referentin auch auf den Einsturz von Teilen eines Bergwerks in diesem Winter. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz am Alten Fußballplatz an der Bergwerkstraße in Erbendorf. Dauer rund zweieinhalb Stunden, Gebühr vier Euro. [...mehr erfahren]

13.04.2013

Langsam wird es Frühling

Langsam wird es Frühling

Die ersten kräftigen Sonnenstrahlen des Frühlings zaubern in kurzer Zeit einen bunten Blütenteppiche auf den Waldboden. Noch sind die Baumkronen kahl und das Licht trifft auf den Boden. Reichlich Wasser sickert durch die satte Erde. Das Leben wird wie in jedem Jahr wieder neu erweckt. Mit diesen herrlichen Aufnahmen unseres Mitglieds Dr. Siegfried Steinkohl aus Friedenfels bekommt man einen kleinen Vorgeschmack auf den zauberhaften Frühling im Naturpark Steinwald. [...mehr erfahren]